Partnerschaft für Demokratie Landkreis Görlitz
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Jüdische Gedenkwoche
Jüdisches Leben: Gelebte Erinnerungskultur im Landkreis Görlitz
WORUM GEHT'S...
in der Woche vom 22.Juni bis 28.Juni findet die Jüdische Gedenkwoche im Landkreis Görlitz statt.
Im Zentrum der Woche steht das Erinnern und Gedenken an ehemalige jüdische Familien aus Görlitz, Niesky und Rothenburg O.L..
Die Gedenkwoche beginnt am 22.Juni mit einer Stolpersteinaktion in Niesky.
Schüler des Gymnasiums in Niesky lernen durch einen gemeinsamen Austausch mit weltweit angereisten Nachfahren jüdischer Familien mehr über die Lebensläufe der Opfer des Nationalsozialismus. Durch die Verlegung von Stolpersteinen beschäftigen sich die Schüler mit den persönlichen Schicksalen der Opfer und übernehmen aktiv Verantwortung für das historische Gedächtnis in der Stadt Niesky. Die gemeinsame Stolpersteinaktion sowie das Kennenlernen der jüdischen Nachfahren ist ein wichtiges Zeichen gelebter Erinnerungskultur.
Am 24.Juni findet eine Gedenkfahrt zum Martinshof nach Rothenburg statt.
Nach einer historischen Führung soll in einer Gedenkzeremonie eine Tafel mit allen Gefangenen des Ghettos Tormersdorf den geladenen jüdischen Familienmitgliedern enthüllt werden. Die Nachfahren der jüdischen Familien sind mit ihren ganz persönlichen Schilderungen Zeitzeugen und Erinnerungskultur, deren Einblicke das historische Lernen bei allen Beteiligten fördern.
Das gesamte Programm zu der Jüdischen Gedenkwoche findest Du hier!
Hinweis:
Stolpersteine wurden 1992 durch den Künstler Gunter Deming ins Leben gerufen. Sie erinnern an die Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Messingplatten werden im Straßenpflaster vor dem zuletzt frei gewählten Wohnort der Menschen eingelassen. Die über 100.000 bereits bundesweit verlegten Stolpersteine bilden das größte dezentrale Mahnmal der Welt.
Kontakt:
Frau Wilde
☎ 03581 663 2875
✉ demokratie-leben@kreis-gr.de